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ADS und ADHS sind keine Krankheiten

ADS und ADHS sind keine Krankheiten!ADS und ADHS sind keine Krankheiten

 

Wichtige Vorbemerkung: Hütet euch bei der Internet-Suche nach Infos zum Thema AD(H)S vor sogenannten Schnell- oder Selbsttests. Diese liefern NIE eine gültige Diagnose (nicht mal annähernd) und dienen ausschließlich des „Kundenfangs“ bzw. der Generierung von Kundendaten. Bei meiner Recherche zu diesem Thema bin ich über die Fülle der Internetseiten erschrocken, mit deren Hilfe hier Schindluder getrieben wird. Praktisch bei jeder meiner Google-Anfragen waren die ersten 10 Ergebnisseiten ausschließlich Suchtreffer auf unseriöse Inhalte und selbst ab Seite 11 wurde es nicht wesentlich besser. ADS und ADHS sind keine Krankheiten! Wer euch was anderes erzählt hat seine ganz speziellen Gründe dafür, über die ich mich hier besser nicht auslassen möchte. Sucht euch lieber Rat bei echten Fachleuten und die erkennt ihr daran, dass sie eine umfassende, körperliche Untersuchung durchführen und Informationen aus mehreren Lebensbereichen (Schule, Familie, Vereinen…) und von verschiedenen Bezugspersonen (Eltern, Lehrer, Trainer …) abfragen, bevor (!) sie eine Diagnose stellen.

ADHS die hoch profitable Jugendamtskrankheit

Gepostet von Olivier Karrer am Samstag, 13. Januar 2018

Liebe Eltern, ADS und ADHS sind keine Krankheiten!

Aus meiner Zeit als Leiter einer Jugendhilfeeinrichtung weiß ich um den emotionalen Konflikt, in dem die „AD(H)S“-Eltern und -Kinder stehen. Dass ich hier jetzt AD(H)S in Anführungszeichen setze ist dabei dem Umstand geschuldet, dass aus meiner Erfahrung die Diagnosen häufig schlicht falsch waren. Die auftretenden Symptome oder Normabweichungen waren -wie sich später dann herausstellte- tatsächlich völlig anders einzuordnen.

Die Gründe für derartig gehäuft auftretenden Fehldiagnosen sind vielschichtig. Der Wichtigste dürfte jedoch sein, dass die herangezogenen Fachleute im Falle von AD(H)S auf das Ausschlussverfahren angewiesen sind. Dabei gibt es eine ganze Reihe anderer Ursachen bzw. Krankheiten für die auftretenden Symptome. Deren Abgrenzung ist mitunter sehr schwierig. Darunter befinden sich z.B. Schlafstörungen, Hypersensibilität, Bindungsstörungen, geistige Behinderungen, das Tourette-Syndrom, Posttraumatische Belastungsstörungen uvm.

ADS oder ADHS sind keine Krankheiten? Ja was denn dann?
Antwort: Es handelt sich einfach um Menschen, deren Verhalten (aus welchem Grund auch immer) nicht in einem, als Norm anerkannten, statistischen Mittel menschlichen Verhaltens liegt. Selbiges gilt übrigens auch für Narzissten, Borderliner, Authisten usw.

Genau deshalb ist für das „Diagnoseverfahren“ z.B. eine Befragung des Umfeldes aus mehreren Lebensbereichen des Kindes/Jugendlichen (Familie, Schule, Verein, …) nötig. Zwingend ist dabei die Zuhilfenahme von normierten Fragebögen. Hier aber wird oft geschlampt. Bei unseren Aufnahmegesprächen in der Jugendhilfeeinrichtung kamen uns reihenweise Fälle unter, bei denen die ärztliche Diagnose lediglich aufgrund einer mündlichen Anamnese erfolgte. Die anschließende Medikation mit Methylphenidat oder Amphetaminen hatte daraufhin fatale Folgen.

Ist die „Diagnose“ AD(H)S erst einmal gestellt, dann atmen viele Beteiligte erleichtert auf. Schließlich ist jetzt schwarz auf weiß belegt, dass die Schwierigkeiten in der Schule eben nicht durch einen unfähigen Lehrer verursacht wurden. Nun ist auch klar, dass die störenden Verhaltensmuster nicht von einer hoffnungslos falschen Erziehung herrührten. Jetzt weiß man endlich, was zu tun ist und mit welchen Mittelchen man dem Kind/Jugendlichen „helfen“ kann.

Bei einem Teil der AD(H)S-Kinder, tritt – nach erfolgter medikamentöser Einstellung – tatsächlich oft eine Besserung auf. Bei vielen anderen jedoch nicht, – und dann?

Nicht wenige dieser Kids sind, aufgrund ihres fortdauernden „störenden“ Verhaltens letztendlich trotzdem bei uns im Heim gelandet. Den Eltern wurde von Jugendämtern und Schulen eingeredet, dass es „besser so“ sei. Mit schlimmem Ergebnis. Die Eltern fühlten sich furchtbar, weil sie ihr eigenes Kind „abgeschoben“ hatten. Aber auch den Kids ging’s wirklich miserabel, weil sie sich abgelehnt fühlten. Von den unvorhersehbaren Folgen andauernder, falscher Medikation möchte ich gar nicht reden.

Um derartiges Leid zu verhindern ist es dringend notwendig, den Vätern und Müttern den Rücken zu stärken und ihnen zu helfen, mindestens auf Augenhöhe mit Schule, Jugendhilfe, Ärzten über das Thema AD(H)S reden zu können.

„ADS und ADHS sind keine Krankheiten“.
Das ist doch eigentlich eine frohe Botschaft! Alles was wir als Gesellschaft machen müssen ist, zu lernen mit Menschen umzugehen die eben anders sind als wir.

Liebe Eltern,
sollte bei einem eurer Kinder jemals das Thema „AD(H)S“ von außen an euch herangetragen werden, dann informiert und erinnert euch: ADS und ADHS sind keine Krankheiten! Das Internet bietet heute alle Informationen die ihr braucht, um selbst qualifiziert mitreden zu können (ABER: s. Vorbemerkung) und spätestens bei einer, im Eilverfahren herbeigeführten „Diagnose“, ist ein Wechsel des Arztes angezeigt.

Als „ERSTE HILFE“ werde ich unter dem Menüpunkt „Materialien und Kurse“ wieder einige Bücher über das Thema empfehlen.

Wenn ihr Fragen, Anregungen oder Erfahrungsberichte zu diesem Thema habt, dann schreibt mir doch einen Kommentar.

Hinweis: Immer wenn ich einen neuen Blog-Beitrag veröffentliche oder die Liste mit den Büchern und Kursen aktualisieren, werde ich dies in meinem Newsletter bekannt geben. Damit ihr nichts versäumt und von zukünftigen Gratis-Aktionen profitieren könnt, wäre es gut, wenn ihr euch dafür registrieren lasst.

Bis bald
euer Christian

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